Betroffenenbeirat legt Jahresbericht vor und erwartet Bundesbeauftragte in Essen
Vernetzung, Aufarbeitung und politische Gespräche: Der Betroffenenbeirat hat eine Bilanz seiner Arbeit im vergangenen Jahr vorgelegt und empfängt in diesen Tagen hochrangige Gäste aus Bund und Land.
Der Beirat der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Bistum Essen hat seinen Bericht über seine Tätigkeit im vergangenen Jahr vorgelegt. Auf 20 Seiten stellt der Betroffenenbeirat seine Aktivitäten, Statistiken und Interviews über seine Arbeit vor. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet dabei die Vernetzung des im November 2024 neu gewählten Gremiums mit anderen Betroffenengremien und mit der Politik.
Hierzu passend erwartet der Betroffenenbeirat am kommenden Donnerstag, 23. April, die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Cerstin Klaus, die neue Kinderschutzbeauftragte des Landes NRW, Petra Ladenburger, sowie Jochen Ringel (Mitglied im Betroffenenrat bei der Unabhängigen Bundesbeauftragen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen) zu einem Austausch in Essen. Nach Stationen in Rheinland-Pfalz im März ist Klaus auf ihrer diesjährigen Ländertour im April in NRW unterwegs. Am Donnerstag, 23. April, trifft sie am Essener Dom nicht nur Mitglieder des Essener Betroffenenbeirats, sondern im Rahmen der gestärkten landesweiten Vernetzung der Gremien auch Delegierte aus anderen NRW-Bistümern.
Die Begegnung stehe im Zeichen eines offenen und konstruktiven Dialogs, heißt es beim Betroffenenbeirat Bistum Essen. Im Mittelpunkt sollen aktuelle Entwicklungen in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, strukturelle Herausforderungen sowie die Weiterentwicklung von Beteiligungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene stehen. Dabei gehe es insbesondere darum, Perspektiven aus der Praxis einzubringen und konkrete Verbesserungen anzustoßen.
Text: Thomas Rünker, Bistum Essen
Foto: Bistum Essen
